MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen)

Der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Der MDK ist eine Gemeinschaftseinrichtung der gesetzlichen Krankenkassen und in jedem Bundesland als eigenständige Arbeitsgemeinschaft organisiert.

Nicht der MDK entscheidet und bewilligt Anträge zur Kostenübernahme sondern die Krankenkasse. Das Gutachten des MDK dient der Krankenkasse zur Entscheidungsfindung. Die Krankenkasse entscheidet und bewilligt auf der Grundlage des Gutachtens im eigenen Ermessen. Somit muss letztlich auch nicht der MDK, sondern die Krankenkasse ihren Bescheid und ggf. Widerspruchsbescheid z.B. in einem Sozialgerichtsverfahren vertreten. In jeden Fall habt Ihr aber das Recht, die Akten, bei einem ablehnendem Bescheid der Krankenkasse, beim MDK einzusehen.

Der gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen und niedergelassenen Ärzte hat die Begutachtungsrichtlinien des MDK verbindlich festgelegt, jedoch müssen wir leider immer wieder feststellen, dass der zuständige MDK-Mitarbeiter nach gut Dünken entscheidet und es so oftmals zu Ablehnungen kommt, die die Betroffenen zwingt, das entsprechende widerspruchs- und auch meistens das Gerichtsverfahren anzustrengen, was natürlich für die Betroffenen eine zum teil psychisch schwere Belastung bedeutet und das ganze Antragsverfahren unnötig in die Länge zieht.

Unsere Anmerkung und Meinung
  
Viele zuständige MDK's entscheiden ausschließlich nach Aktenlage. Durch diese Entscheidungen sind oftmals Einsprüche und auch Sozialgerichts- Verfahren notwendig, da sich der MDK aufgrund dieser Aktenlage kein persönliches Bild zu dem Antragsteller macht.

Einige MDK's verlangen auch bei Anträgen von Transidenten eine persönliche Vorsprache. Dies mag zwar in den Augen der Betroffenen vielleicht als Schikane sein (So nach dem Motto: "Oh man, nicht noch ein Gutachter, als ob ich nicht schon genug Rennerei habe"), allerdings stellen wir immer wieder fest, dass die "Aktenlage- Entscheidungen" oftmals fern allen Verständnisses sind.

Viele Transidente leiden nicht unter den Entscheidungen der Krankenkassen, sondern unter denen der MDK's.

Bild-5

Gericht lehnt Eintragung eines dritten Geschlechts ab

weiterlesen

Bild-2

Aktuelles Urteil

Am 11. September 2012 hat das BSG für den Brustaufbau bei MzF-Transsex-uellen entschieden, dass transsexuelle Versicherte einen Anspruch auf geschlechtsangleichende Behand-lungsmaßnahmen einschließlich chirurgischer Eingriffe in gesunde Organe zur Minderung ihres psychischen Leidensdrucks haben können, um sich dem Erscheinungsbild des angestrebten anderen Geschlechts deutlich anzunähern.

weiterlesen

Bild-3

Das persönliche Umfeld

Der größte Fehler ist, dass man die betroffenen transidenten Menschen nach seinem „Coming- Out" in die übliche Geschlechterrolle zwingen will, anstatt ihm/ihr zur Seite zu stehen.

Aber die Eltern und Verwandten, wie auch Freunde versuchen durch psychischem Druck, die Betroffenen wieder in ihr Weltbild zurecht zu rücken.



weiterlesen

Bild-4

Ratgeber A-Z

Fragen gibt es viele -

Antworten aber auch.

Wir versuchen hier möglichst die am häufigsten auftretenden Fragen zum Thema Transidendität aufzugreifen und ausführlich zu beantworten.





weiterlesen